Zahlen merken

Mit dem Major-System steht Ihnen ein Profi-System für das Memorieren von Zahlen zur Verfügung. Das Gehirn kann mit abstrakten Zahlen nicht so viel Anfangen wie mit lebhaften Bildern. Daher funktionieren alle Merktechniken nach einem ähnlichen Prinzip:

1. Kodieren von Zahlen in gehirngerechte Bildinformationen 

2. Speichern der Bildinformationen im Gehirn 

3. Dekodieren der Bildinformationen zurück in die ursprünglichen Zahlen

Ich möchte Ihnen hierbei das Major System vorstellen, das zusammen mit der sogenannten Loci-Methode ein nahezu perfektes Zahlengedächtnis bewirkt. 

Major System

Am einfachsten lässt sich das System anhand eines Beispiels erklären. Wir beschränken uns hierbei auf die Zahlen 0-100. Größere Zahlen, wie z.B. 4520, splitten wir der Einfachheit halber in 2 Blöcke auf. In diesem Fall 45 und 20.

Im Major-System sind den Zahlen nun entsprechende Buchstaben hinterlegt:

0 = s, z, ß (wie Zero)
1 = t ( t sieht ähnlich aus wie eine 1)
2 = n (das kleine n hat zwei Beine)
3 = m (das kleine m hat drei Beine)
4 = r (vier endet auf r)
5 = l (in Latein ist L = 50)
6 = sch oder ch (
7 = k,ck (aus zwei 7er kann man ein K basteln)
8 = v,f,w (aus dem f kann man eine schräge 8 zeichnen)
9 = b,p ( wenn man das b dreht, sieht es wie eine 9 aus)

Wichtig: alle Umlaute (a,e,i,o,u,ä,ö,ü) werden in der Kodierung vernachlässigt. 

Kommen wir zurück auf unser Beispiel. Ich möchte mir die Zahl 45 merken, dann brauche ich ein Wort mit "r" und mit "l". Außerdem kann das Wort beliebig viele Umlaute enthalten, da diese keiner Zahl zugeordnet werden.
Somit wären Wörter möglich wie "Rolle" oder "Rollo". Bei der Zahl 20 ergeben sich aus "n" und "s" Worte wie "Nase" oder "Neisse"(Fluß). 

Wenn ich mir z.B. den Pin-Code für die Deutsche Bank merken möchte, könnte ich folgendermaßen vorgehen. Ich stelle mir eine Deutsche Bank Filiale vor, schaue in das Fenster ... und die Bankangestellt zieht das Rollo runter, auf dem eine riesige Nase abgebildet ist.