Schlagfertigkeit lernen

Schlagfertigkeit lernen - richtig Kontern im Gespräch

Kurz nach einem Schlagaustausch fallen einem immer die besten Antworten ein. Leider ist es dann zu spät. Die Kunst der Schlagfertigkeit besteht im darin, im richtigen Moment einen sprachlichen Konter aufzurufen. Echte Schlagfertigkeit befähigt die Oberhand zu gewinnen und trotzdem angemessen und höflich zu agieren, sich also nicht im Ton zu vergreifen. Das ist sicherlich nicht leicht. Nicht jedem ist die Gabe in die Wiege gelegt worden in jeder Situationen einen humorvollen Spruch hinzulegen. Am besten einen, über den auch der Gesprächspartner noch lachen kann. Die gute Nachricht ist: auch wenn Schlagfertigkeit häufig als Talent gesehen wird, jeder kann Schlagfertigkeit lernen!

Die Voraussetzung für Schlagfertigkeit ist ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein

Ihre Körpersprache ist mindestens genauso entscheidend wie das, was Sie sagen. Ohne die richtige Ausstrahlung an Selbstvertrauen werden Sie somit auch nicht Schlagfertig wirken. Bevor Sie Schlagfertigkeit lernen lohnt somit ein Training, um mehr Selbstvertrauen zu erlangen. Dafür gibt es auch online verschiedene Kurse, wie zum Beispiel dieser Online Kurs zum Thema Selbstbewusstsein

Die richtige Körpersprache lernen

Wenn Sie verbal attackiert werden, dann entscheidet Ihre Körperhaltung darüber, wie Ihr Gesprächspartner sie wahrnimmt. Die Körpersprache ist das Fundament einer gelungenen Antwort. Sie entscheidet darüber, ob Ihr Gesprächspartner sie als "Fels in der Brandung" sieht (fester Stand, klarer Blick, souveräne Gesten). Oder ob Sie als "verschrecktes Kaninchen" daherkommen (starrer Blick nach unten, hängende Schultern, entgleiste Gesten und Mimik). Sie sollten daher vorher lernen Ihren Körper zu kontrollieren, so wie es Schauspieler tun. Trainieren Sie daher vorab, wie Sie reagieren, wenn Sie verbal angegriffen werden. Sitzen oder stehen Sie aufrecht. Atmen Sie ganz normal und bleiben Sie locker und ruhig. Sehen Sie ihrem Gesprächspartner zu Beginn und zum Ende Ihrer Antwort in die Augen, starren Sie ihn nicht wie ein Feindbild an. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie intensiver an Ihrer Körpersprache arbeiten sollten, bevor Sie echte Schlagfertigkeit lernen, dann empfehle ich Ihnen Bücher von Samy Molcho zu lesen. Er ist die Koryphäe wenn es um die richtige Körpersprache geht. 

Die Vorbereitung: das Training für schlagfertige Antworten

Überlegen Sie sich, wo sie angreifbar sind. Das sind Ihre wunden Punkte. Wenn Sie schon häufiger Kommentare zu einem bestimmten Thema hören mussten (z.B. Ihr Gewicht, die roten Haare, der komische Vorname, etc.), dann ist es wahrscheinlich, dass auch weitere Angriffe folgen. Überlegen Sie sich mehrere Antworten und spielen Sie Situationen konkret durch, in denen Ihre Schlagfertigkeit gefragt ist. So sind sie vorbereitet und bleiben mit mehreren Antworten trotzdem flexibel. 

Der Ausweg aus jeder Situation: Instant-Sätze

Für den Anfang sind vorgefertigte Sätze, die für zahlreiche Situationen passen, eine gute Lösung. Vor allem eignen sich Bemerkungen wie "Sag mal, gibt es Dich auch in intelligent?" oder "Wann musst Du eigentlich wieder in der Anstalt sein?". Googeln Sie einfach mal nach "Schlagfertige Sprüche", da werden Sie schnell fündig. Nach und nach werden Sie lernen spontan schlagfertig zu agieren. Sie brauchen dann irgendwann diese Instant-Sätze nicht mehr.

Noch ein paar Tipps, um Angriffe zu kontern und Schlagfertigkeit zu lernen

Wenn Ihr Gegner arrogant ist, dann können Sie ihn leicht mit gespielter Bewunderung (z.B. "Du bist echt ein total tolles Vorbild für mich") aus dem Konzept bringen. 

Völlig unpassende Sprichwörter sind dazu geeignet bei Ihrem Gesprächspartner Verwirrung zu stiften. Probieren Sie es einfach mal aus (z.B. "Wenn die Doppelzunge spricht, werden des Teufels grüne Ohren blau"). Freuen Sie sich auf den konfusen Gesichtsausdruck Ihres Gegners und nutzen Sie das, um die Situation zu beenden.

Einen Dauerkonflikt lösen Sie am besten, in dem Sie aufhören ihn zu befeuern. Versuchen Sie das Gespräch unter vier Augen zu suchen und das eigentliche Problem zu klären. Lassen Sie Schuldzuweisungen außen vor.