Kommunikation

Kommunikation ist eine grundlegende Voraussetzung für ein gutes soziales und ausfüllendes berufliches Umfeld. Wir leben und arbeiten mit anderen Menschen zusammen und innerhalb dieser Verflechtungen stehen fast tagtäglich Herausforderungen an, in denen Probleme geklärt werden müssen oder konstruktive Kritik notwendig ist, vielleicht ist es auch einfach an der Zeit, jemandem seine Zuneigung zu zeigen oder eine neue Arbeitsstelle zu beginnen. Der Erfolg dieser Vorhaben hängt maßgeblich von der Art und Weise ab, wie die drei Kommunikationsebenen auf das Gegenüber wirken.

Verbale Kommunikation:
Der Inhalt einer Aussage und die Art und Weise der gewählten Worte

Nonverbale Kommunikation:
Körpersprache (Gestiken, Mimik, Blickkontakt) und Zeichen des Körpers (Schwitzen, Erröten usw.), Ausstrahlung

Paraverbale Kommunikation:
Stimmlage, Tonfall

Gerade in der heutigen Zeit, wo ein erlernter Beruf selten bis zum Rentenalter ausgeführt werden kann und viele Bewerbungen notwendig sind, um eine finanzielle Existenz zu sichern, kann durch eine positive und aussagekräftige Kommunikation ein gestecktes Ziel auch erreicht werden. Natürlich ist nicht nur wichtig, was der Sender (Wortführender) sagt und zeigt, sondern ebenfalls auch, was der Empfänger (Zuhörender) darunter versteht und wie er selbst die empfangenen Informationen bewusst und unbewusst verarbeitet. Was also letztendlich ein Gespräch tatsächlich bewirkt, kann nie zu 100 Prozent voraus bestimmt werden, aber der Sender kann zumindest mit dem Wissen über seine gewählten Worte und seine Körpersprache eine gute Basis schaffen.

Überzeugend wird eine Aussage erst, wenn alle Kommunikationsebenen für den Empfänger stimmig sind und zusammenpassen. Leider haben die gewählten Worte dabei das wenigste Gewicht. Wenn eine Aussage getroffen wird und der Körper sendet dabei Signale, wie z.B. Erröten oder dass ein vorheriger Augenkontakt während der Aussage abgebrochen wird, dann wird der Empfänger immer diesen nonverbalen Signalen mehr Glauben schenken wie den Worten, die der Sender benutzt hat. Der Empfänger vermutet also eine Lüge und wird dementsprechend reagieren. Dabei bedenkt der Empfänger aber nicht, dass der Sender nicht unbedingt lügen muss, sondern sein Körper aus anderen Gründen diese nonverbale Kommunikation führt. Wer im Umgang mit anderen Menschen unsicher ist, weil er z.B. in seinem Leben viele schlechte und negativ prägende Erfahrungen machen musste, der wird ähnlich nonverbal kommunizieren wie jemand, der gerade lügt. Der Empfänger wird selten fragen, wie die Körpersprache gerade zu Stande kommt und wie es sein kann, dass sie vom Inhalt der Worte so offensichtlich abweicht, sondern er nimmt den Gesamteindruck eines Gespräches und bildet sich danach sein Urteil. Wer schon mehrmals diese Erfahrung gemacht hat, den entmutigen auf Dauer die Reaktionen auf die geführten Gespräche und dann ist es an der Zeit, nach den Ursachen der sich widersprechenden Kommunikationsebenen zu suchen.

Eine positive und überzeugende Ausstrahlung, die der Empfänger auch als solches empfindet, das kann nicht gespielt werden. Dieses Charisma kommt von innen, wenn der Sender mit sich selbst im Einklang ist, von sich und seiner Person, seinem Können und seinen Handlungen überzeugt ist. Dabei ist es nicht wichtig, dass immer alles richtig gemacht wird oder dass man immer alles weiß. Fehler zu machen und sie als solches anzuerkennen ist ein wichtiger Punkt, damit sich eine Persönlichkeit weiter entwickeln kann. Der Mensch ist also auf seine Fehler angewiesen, um zu lernen und beim nächsten Mal besser zu machen. Fehler sind also wichtig und keine Schande. Selbstzweifel bekommt jeder irgendwann einmal und Ängste liegen in der Natur des Menschen, diese Dinge können nicht verhindert werden. Aber - man kann in solchen Momenten verbal dazu stehen. Damit bildet die Reaktion eines Körpers und der gewählte Inhalt eine überzeugende Einheit für den Empfänger. Und wer in solchen Momenten eine Schwäche zugeben kann, wird einem Empfänger immer sympathischer sein wie jemand, der den Eindruck einer gerade gemachten Lüge vermittelt. Auf diese Weise wird Vertrauen geschaffen und Vertrauen ist eine weitere wichtige Grundlage in zwischenmenschlichen Beziehungen.